Was tun gegen Übelkeit?

Eine Freundin hat mich nach einem Beitrag auf ihrer Seite vivarubia.com gefragt, ob ich ein gutes Mittel gegen Übelkeit kenne.

Meine Antwort war nein – aber gerne teile ich meine Gedanken zu Übelkeit mit Euch: denn sie ist im Grunde nichts böses und braucht nicht im eigentlichen Sinne des Wortes „bekämpft“ zu werden. 🙂

Übelkeit sehe ich wie die meisten Krankheiten als Zeichen des Körpers, dass es Zeit für Veränderung ist. Der Mensch und sein System ertragen sehr viel und der Körper ist Meister der Eigenregulation. Deshalb funktioniert er trotz Fehlschaltungen extrem lange. Doch irgendwann ist es genug und wenn wir nicht selbst frühzeitig erkennen, dass etwas nicht ideal ist, dann kommt er eben mit seinem Warnsignal.

Übelkeit sehe ich natürlich schon auch eher als Vorbote; Übelkeit ist das Orange der Verkehrsampel – damit wir reagieren können und nicht bei rot in die Katastrophe fahren.

Allerdings sehe ich Übelkeit nicht als etwas, bei dem wir schnell gegenwirken sollten.

Übelkeit ist die Folge einer nicht idealen Situation. Wenn wir das erkennen und mit der Situation bewusst umgehen, brauchen wir nur noch zu warten, bis der Körper merkt, dass wir reagieren, er uns neues Vertrauen schenkt und die Übelkeit langsam aber stetig verschwindet.

Und dann sollten wir fürs nächste Mal zur betreffenden Situation was gelernt haben, oder? 😉

Von spezifischen «hilfreichen» Lebensmitteln, halte ich deshalb nicht viel.

Klar gibt es Nahrung, die absolut Kontraproduktiv wirken, wie zum Beipsiel Kaffee: er macht sauer, ist kein Grundbedürfnis des menschlichen Körpers und bringt deshalb nur noch mehr Stress in das Funktionssystem. Gut, bei Übelkeit besser weglassen.

Ein anderes Lebensmittel extra gegen die Übelkeit einzunehmen, ist für mich aber unverständlich:

Denn jede Nahrungsaufnahme fordert Energie zur Verarbeitung. Damit nehmen wir dem Körper die Energie, die er zur Regulierung der Übelkeit braucht.

Ich denke, mit Geduld halten wir am besten dagegen.

Aber auch hier ist Mensch und Situation ganz unterschiedlich; ich kenne es von mir, wenn ich am Vorabend mal zu viel getrunken habe: Richtige Übelkeit habe ich zwar selten, weil ich mein Mass schon kenne 😉 – aber einen flauen Magen am nächsten Morgen kanns schon mal geben. Auch da verzichte ich aus Erfahrung auf meinen geliebten Morgenkaffee (nur schon den Geruch ätzt mich an solchen Tagen). Stattdessen sorge ich aber immer für ein nahrhaftes, grosses Frühstück. Tut mir einfach gut.

Vielleicht, weil das materielle hilft, die Alkoholresten in Magen und Darm besser abzutransportieren? 😛

Mein Tipp: mach, was Dir gut tut, aber steigere Dich nicht in Die Eine Lösung – die gibt es nicht.

Bleib locker. Lebe. Probiere aus. Lerne. Und profitiere von Deiner Ultra-Mega-Maschine: Deinem Körper <3

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